Ein
Tag für Behinderte
Jeden zweiten Samstag ein abwechslungsreiches Programm
eki. Was machen Jugendliche heutzutage am Wochenende?
Sie treffen sich mit
Freunden, gehen ins Kino oder in die Disco. Ganz normale Dinge eben. Und
genau solch’ ganz normale Dinge unternimmt Christine Weißer auch mit einer
Gruppe behinderter junger Erwachsener in Karlsruhe.
Jeden zweiten Samstag im Monat organisieren Sonder-pädagogin Weißer und Beate
Kiehl gemeinsam mit ehrenamtlichen Helferinnen des Spastiker-Vereins
Karlsruhe einen vergnüglichen Tag für bis zu zwölf Jugendliche mit den
unterschiedlichsten Behinderungen. Die bunte Schar war bereits im
Europa-Park, schaute beim Training der KSC-Profis vorbei und war des Öfteren
zu Gast in der Diskothek „Stadtmitte“ und im Filmpalast am ZKM. „Wir wollen
einfach andere Sachen unternehmen als immer nur Singkreise und
Bastelnachmittage“, so Weißer über das abwechslungsreiche Programm.
Das Projekt sei offen für alle Behinderten, betont Beate Kuhlemann,
Vorsitzende des Spastiker-Vereins. Lediglich wegen des hohen personellen
Aufwands stoße das Angebot teilweise an seine Grenzen. Denn jeder Betreute
benötige auch einen Betreuer. Deshalb seien engagierte Helfer immer
willkommen, so Kuhlemann. Und dabei erhofft sie sich auch „einmal einen
männlichen Freiwilligen“, der ihre ehrenamtliche Frauenriege tatkräftig
unterstützt.